Geriatrie

Struktur

  • 52 vollstationäre Betten
  • 15 tagesklinische Betten in Eisenhüttenstadt
  • 16 tagesklinische Plätze in Guben

Die demographische Entwicklung führt nicht nur zu einer älter werdenden Bevölkerung in Gesamtdeutschland, sondern auch in der Region Eisenhüttenstadt. Dieser Entwicklung folgend wurde die Klinik für Geriatrie am Städtischen Krankenhaus Eisenhüttenstadt GmbH in den letzten Jahren erweitert. Sie stellt einen wichtigen Bestandteil in der patientenzentrierten Versorgung der älter werdenden Bevölkerung in unserer Region dar.

Die Klinik bietet ein abgestuftes Therapiekonzept mit medizinischer Akutversorgung und frührehabilitativer geriatrischer Komplexbehandlung im stationären Bereich, teilstationäre Behandlung in unseren Tageskliniken Eisenhüttenstadt und Guben sowie nahtlose Überleitung in den ambulanten Bereich unter enger Einbeziehung unseres Sozialdienstes und unserer ambulanten Kooperationspartner.

Im Mittelpunkt unserer Bemühungen steht der ältere Mensch mit seinen oft chronischen Krankheitszuständen und Funktionseinschränkungen. Im multiprofessionellen Team werden individuelle Therapiepläne erarbeitet, welche die funktionelle, geistige, soziale und psychische Komponente eines jeden einzelnen Patienten berücksichtigen.
Oft liegen beim älteren Patienten mehrere Krankheiten gleichzeitig vor, sodass die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit zum Therapieprinzip in der Geriatrie gehört. Hierbei arbeiten wir eng mit den Kliniken für Innere Medizin, Viszeralchirurgie, Traumatologie/Orthopädie, Gynäkologie und Psychiatrie unseres Krankenhauses zusammen. Des Weiteren besteht eine enge Zusammenarbeit mit Fachärzten in der Region sowie den umliegenden Krankenhäusern.
Wichtig ist uns, den bei uns erreichten Therapieerfolg auch ambulant weiter zu sichern und zu festigen. Dabei arbeiten wir eng mit den Hausärzten der Region, Pflegediensten, Pflegeheimen, Therapeuten und Sanitätshäusern zusammen.

Behandlungskonzept

Unser Behandlungskonzept richtet sich nach den Grundprinzipien und Empfehlungen des Bundesverbandes Geriatrie e. V. sowie dem Qualitätsmanagement der Geriatrie in Brandenburg, der Arbeitsgemeinschaft Geriatrie Brandenburg.
Unsere Einrichtung ist seit November 2009 Mitglied des Bundesverbandes Geriatrie e. V.

Zum geriatrischen Team gehören:

  • Ärzte
  • Pflegepersonal
  • Physiotherapeuten
  • Ergotherapeuten
  • Logopäden
  • Psychologen
  • Ernährungsberater/Diätassistenten und
  • Sozialarbeiter

Versorgungsspektrum

Das Versorgungsspektrum umfasst die verschiedenen Erkrankungen des älteren Menschen. Dabei ist für die Geriatrie typisch eine Multimorbidität (Vorhandensein mehrerer Erkrankungen gleichzeitig).

Zu unseren Versorgungsschwerpunkten gehören:

  • neurologische Erkrankungen, insbesondere Schlaganfall und deren Folgen, insbesondere Lähmungserscheinungen, Sprach-, Sprech- und Schluckstörungen, aber auch andere neurologische Erkrankungen wie Morbus Parkinson
  • Erkrankungen des Bewegungs- und Stützapparates, wie Osteoporose, degenerative Erkrankungen der Gelenke und entzündliche Gelenkerkrankungen
  • Nachbehandlung nach operativ versorgten Knochenbrüchen und Endoprothesen-Operationen
  • chronische Schmerzzustände
  • akute und chronische Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, wie Zustand nach Herzinfarkt, Zustand nach Eingriffen und Operationen am Herzen, akute und chronische Herschwäche, zu niedriger oder zu hoher Blutdruck
  • Stoffwechselerkrankungen, wie Diabetes mellitus und dessen Folgeerscheinungen, wie periphere Durchblutungsstörungen und Nierenschwäche
  • periphere Erkrankungen, Durchblutungsstörungen der Arterien und Venen sowie chronische Wunden, wie Dekubitus und Ulcera crura
  • Versorgung nach Amputationen, Rollstuhltraining und Prothesen-Anpassung
  • Hirnleistungsstörungen
  • demenzielle Entwicklungen und Alzheimer-Erkrankung sowie
  • Antriebsverarmung und Depression im Alter
  • typische geriatrische Symptome, wie Schwindel, Immobilität, Antriebsminderung, Probleme der Nahrungsaufnahme

Palliativmedizin in der Geriatrie

Zu unseren geriatrischen Patienten gehören auch Diejenigen, die in der letzten Phase ihres Lebens angekommen sind. Uns um Patienten in dieser Lebensphase sowie um ihre Angehörigen zu kümmern, ist unserem Team ein besonderes Anliegen.

Der Chefarzt und ein Oberarzt unserer Klinik für Geriatrie verfügen über die Zusatzbezeichnung Palliativmedizin. Außerdem gibt es Pflegekräfte mit der Zusatzbezeichnung Palliative Care.

In der letzten Lebensphase und in der Phase des Sterbens ist es nicht mehr Ziel der Medizin zu heilen, sondern Schmerzen und Beschwerden zu lindern.
Unter Leitung der Palliativmediziner wird dies durch das gesamte therapeutische Team gewährleistet. Gerade hier ist die Einbeziehung von Angehörigen dann auch sehr wichtig. Enge Partner in der Zusammenarbeit bei der Betreuung schwerstkranker und sterbender Patienten sind die Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung (SAPV) und stationäre Hospize, aber auch Pflegeeinrichtungen der Region.