Übernahme der Erstuntersuchungen durch das Krankenhaus Eisenhüttenstadt

04.06.2015

Aktuellen statistischen Informationen und Hochrechnungen ist zu entnehmen, dass im Jahr 2015 ca. 13.000 bis 14.000 Bewerber im Land Brandenburg um Asyl bitten werden.

Aktuellen statistischen Informationen und Hochrechnungen ist zu entnehmen, dass im Jahr 2015 ca. 13.000 bis 14.000 Bewerber im Land Brandenburg um Asyl bitten werden. Alle Asylbewerber, die gemäß bundesweit geltenden Regelungen dem Land Brandenburg zugewiesen werden, durchlaufen die Zentrale Anlaufstelle für Asylbewerber (ZABH) Eisenhüttenstadt und erhalten dort eine medizinische Erstuntersuchung. Diese beinhaltet eine erste körperliche Untersuchung, die Erfassung des Impfstatus und eine Röntgenaufnahme zum Ausschluss von Infektionskrankheiten. Diese Erstuntersuchungen wurden bisher durch das Gesundheitsamt des Landkreises Oder-Spree organisiert. Dabei wurden die Erstuntersuchungen bis zum jetzigen Zeitpunkt bereits von Ärzten der Krankenhäuser Eisenhüttenstadt oder Beeskow sowie von niedergelassenen ärztlichen Kollegen durchgeführt.

Da die Pflicht des Landkreises Oder-Spree zur Sicherung der Erstuntersuchung mit dem 30.6 2015 ausläuft, war es notwendig, Verantwortlichkeiten neu zu regeln. Es ist geplant, nun die organisatorische Verantwortung zur Sicherung der Erstuntersuchungen der Asylbewerber in Eisenhüttenstadt ab 1.7.2015 auf die Städtisches Krankenhaus Eisenhüttenstadt GmbH zu übertragen.

Wenn das Krankenhaus Eisenhüttenstadt zum 01.07.2015 die Organisation der Erstuntersuchungen übernimmt, kann es sich auch auf die Erfahrungen des Personals des Gesundheitsamtes stützen. Allen Schwestern, die in der Erstuntersuchungseinrichtung bis 30.6.2015 tätig sind, wurden durch das Krankenhaus Eisenhüttenstadt neue Arbeitsverträge angeboten. Nach Umfragen und Planungen des Krankenhauses Eisenhüttenstadt werden ab 1.7.2015 mehr Ärzte als bisher an der Sicherung der Erstuntersuchung teilnehmen. Der Aufwand für den einzelnen Arzt sinkt, und Einsatzzeiten sind deutlich besser planbar. In keinem Fall wird die ärztliche Versorgung der Bevölkerung der Region dadurch beeinträchtigt, da die ärztlichen Aufgaben auch vor dem 1.7.2015 von Ärzten aus der Region vor Ort gesichert wurden.

Um die steigende Anzahl der Asylbewerber zu bewältigen, ist vorgesehen, Prozesse hier in Eisenhüttenstadt deutlich zu optimieren. Es ist in der Planung, eine mobile Röntgeneinrichtung direkt auf das Gelände der ZABH durch das Land Brandenburg zu installieren sowie in dem dazu notwendigen Containerbauwerk die Räume zur Erstuntersuchung zu integrieren.

Till Frohne
Geschäftsführer