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Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie in Eisenhüttenstadt

Wir betrachten den Menschen in einer Einheit aus Biologischem, Psychischem und Sozialem und setzen auf die Förderung gesunder Möglichkeiten der sich uns anvertrauenden Menschen. Selbstbestimmung, Eigenverantwortlichkeit und die Würde des Einzelnen stehen im Vordergrund. Als moderne, offene und in die Gesellschaft verankerte Klinik entwickeln wir unsere Konzepte und Strukturen ständig weiter.

Ärztin im Gespräch mit einer Patientin in der Klinik für Psychiatrie

Es ist unser erklärtes Ziel, eine möglichst gewaltfreie und offene psychiatrische Abteilung zu führen. Patientinnen und Patienten in extremen psychischen Krisen, die die Übersicht über die Realität verlieren, werden von einem sorgsamen Behandlungsteam in solchen Ausnahmesituationen intensiv betreut.

Selbstgefährdung und Gefährdung anderer, die durch psychische Erkrankungen verursacht werden, müssen eventuell durch Einschränkung der individuellen Freiheit so lange kontrolliert werden, bis durch die Behandlung die Realitätskontrolle für die Patientin oder den Patienten wieder möglich ist.

Mitgliedschaften

Aufgrund der steigenden Anzahl depressiver Erkrankter beteiligen wir uns am Kompetenznetz „Bündnis gegen Depression e.V. Nürnberg“, um Menschen mit depressiven Erkrankungen über das Erscheinungsbild und die Behandlungsmöglichkeiten von Depressionen zu informieren.

Von unserem Versorgungsauftrag über die Struktur der Klinik bis zu unseren Therapieangeboten: Hier finden Sie die Details zu unserer stationären und teilstationären Behandlung.

In unserer Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie können alle psychiatrischen und psychosomatischen Krankheitsbilder behandelt werden. Unsere Klinik hat den Vollversorgungsauftrag für Eisenhüttenstadt und im Landkreis Oder-Spree für Beeskow Stadt, Brieskow-Finkenheerd, Friedland, Glienicke/Rietz-Neuendorf, Neuzelle, Schlaubetal, Storkow und Tauche.

Die Behandlung kann stationär, teilstationär oder unter bestimmten Voraussetzungen in der psychiatrischen Institutsambulanz der Klinik in Eisenhüttenstadt und Beeskow erfolgen.

Die Klinik hat drei Stationen mit 62 Betten und zwei Tageskliniken mit jeweils 20 Plätzen in Eisenhüttenstadt und Beeskow sowie je eine Psychiatrische Institutsambulanz (PIA) an den Standorten Beeskow und Eisenhüttenstadt. Im Interesse einer besseren fachlichen Differenzierung haben wir folgende Schwerpunktstationen:

  • PS 1: Allgemeinpsychiatrie und Gerontopsychiatrie
  • PS 2: Allgemeinpsychiatrie und Gerontopsychiatrie
  • PS 3: Abhängigkeitserkrankungen, Gerontopsychiatrie

Die Krankheitsbilder auf den spezialisierten Stationen erlauben durch die dafür erarbeiteten Behandlungskonzepte mehr Transparenz für die Patientinnen und Patienten, Angehörigen und ambulanten Behandlerinnen und Behandler sowie ein überschaubares Setting. Gerontopsychiatrische Patientinnen und Patienten werden entsprechend ihrer Störungsbilder auf den jeweiligen Schwerpunktstationen behandelt.

Tagesklinik

Die Tageskliniken sind fest in die regionale Versorgung integriert und bieten ein intensives pharmakologisch, psychotherapeutisch und soziotherapeutisch ausgerichtetes Behandlungsprogramm, welches eine stationäre Therapie vermeiden oder verkürzen soll. Der Bezug zum Lebensumfeld bleibt erhalten und wird in die Therapie einbezogen. Eine tagesklinische Behandlung ist angezeigt, wenn ambulante Behandlungsmöglichkeiten nicht ausreichen und eine vollstationäre nicht bzw. nicht mehr notwendig ist.

Arbeitsgrundsätze

Der mehrdimensionale Diagnose- und Behandlungsprozess berücksichtigt biologische, psychologische und soziale Faktoren und mündet in ein individuell erarbeitetes Behandlungskonzept, das an den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie und Neurologie (DGPPN) und den Leitlinien der American Psychiatric Association (APA) orientiert ist.

Die Behandlung organisiert ein multiprofessionelles Team aus Ärztinnen und Ärzten, Psychologinnen und Psychologen, Pflegepersonal, Ergo-, Kunst- und Bewegungstherapeutinnen und -therapeuten sowie Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern. Unsere Nähe zu den somatischen Kliniken im Haus gewährleistet bei entsprechender Indikation eine interdisziplinäre Zusammenarbeit. Die Einbeziehung von Angehörigen bzw. Bezugspersonen in den diagnostischen und therapeutischen Prozess ist selbstverständlich.

Aufbau einer therapeutischen Beziehung

Die Basis unserer Behandlungen ist die therapeutische Beziehung. Als Grundlage für alle Mitarbeitenden setzen wir Empathie, Kompetenz, Verständnis, Toleranz und Verlässlichkeit voraus. Eine personelle Behandlungskontinuität über das Bezugstherapeuten- und Bezugspflegesystem ist eine weitere wesentliche Voraussetzung für den therapeutischen Beziehungsaufbau.

Psychotherapie

Eine wichtige Säule unserer Therapie ist die Psychotherapie. Wir charakterisieren die aktuellen Probleme und Symptome unserer Patientinnen und Patienten individuell und behandeln sie psychotherapeutisch. Es werden tiefenpsychologische Therapieverfahren, Verhaltenstherapie und systemische Therapie in Einzel- und Gruppengesprächen angewandt.

Pharmakotherapie und ergänzende Verfahren

In unserer Klinik gelangen auf wissenschaftlicher Grundlage entwickelte Therapien zur Anwendung. Wir sind Mitglied in der Arzneimittelsicherheit in der Psychiatrie (AMSP), wodurch eine kontinuierliche Qualitätskontrolle der medikamentösen Behandlung erfolgt. Ergänzend zu Psychotherapie und Psychopharmakologie setzen wir folgende Therapieformen ein:

  • Entspannungstherapie
  • Ergotherapie
  • Kommunikative Bewegungstherapie
  • Kunsttherapie
  • Musiktherapie
  • Physiotherapie
  • Psychoedukation
  • soziales Kompetenztraining
  • soziale Unterstützung
  • Theatertherapie
  • Lichttherapie
  • Wachtherapie

Die Qualität unserer Mitarbeitenden ist die Qualität der Klinik. Wir legen großen Wert auf eine ständige Fort- und Weiterbildung aller Berufsgruppen. Unsere Arbeit im multiprofessionellen Team wird durch einen externen Supervisor begleitet. Die Weiterentwicklung des Klinikkonzeptes erfolgt durch die Mitarbeit aller Berufsgruppen.

Aufnahme, Behandlung und Entlassung erfolgen nach festgelegten Ablaufplänen. Jede Patientin und jeder Patient bekommt eine Bezugspflegefachkraft, die eine Schlüsselrolle bei der Betreuung auf der Station spielt. Wöchentlich finden eine Oberarzt- und eine Chefarztvisite sowie eine Therapeutenbesprechung statt. Die Aufklärung der Patientinnen und Patienten über unsere diagnostische Einschätzung und die therapeutischen Maßnahmen spielt eine herausragende Rolle.

Entlassungsplanungen finden unter Einbeziehung der Angehörigen bzw. der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte und der komplementären Einrichtungen statt. Zur Verbesserung der Qualität und Nachprüfbarkeit unserer Arbeit haben wir Diagnose- und Behandlungspfade mit Dokumentationsleitlinien erarbeitet. Großen Wert legen wir auf die Behandlungskontinuität, die durch eine Personalkonstanz im Rahmen des Bezugsbetreuungssystems erreicht wird.

Wir üben Konsiliartätigkeiten für alle Kliniken unseres Krankenhauses sowie für die Krankenhäuser in Beeskow und Bad Saarow aus. Wir arbeiten eng mit folgenden Einrichtungen zusammen:

  • Zusammenarbeit mit der Klinik für Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin, Schmerztherapie in der Behandlung von Schmerzpatientinnen und -patienten
  • Zusammenarbeit mit allen Kliniken bei psychoonkologischer Betreuung
  • Spezielles Angebot zur Betreuung von Müttern mit psychischen Erkrankungen im Wochenbett (Rooming-in) auf einer psychiatrischen Station. Statistisch entwickeln 20 % der Mütter psychische Erkrankungen wie Ängste, Depressionen und Psychosen. Für diese Frauen haben wir ein Behandlungskonzept entwickelt, bei dem neben der Behandlung der Mütter die Stabilisierung der Mutter-Kind-Beziehung im Mittelpunkt steht.
  • Zusammenarbeit mit der Psychiatrischen Institutsambulanz der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Frankfurt (Oder)

Unsere Klinik versteht sich als gleichrangig mitwirkender Kooperationspartner im wachsenden gemeindepsychiatrischen Verbund des Versorgungsbezirkes – in einem weiten Netzwerk aus ambulanten Behandlungsangeboten und komplementären Einrichtungen. Wir sind zudem stimmberechtigtes Mitglied in der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft im Landkreis Oder-Spree (PSAG LOS).

Zusammenarbeit mit dem Sozialpsychiatrischen Dienst (SPD): Es finden vierteljährliche Zusammenkünfte zur Besprechung von komplexen und herausfordernden Krankheitsbildern und daraus resultierenden Problemen statt.

Psychiatrische Institutsambulanz (PIA)

Die Psychiatrische Institutsambulanz bietet das gesamte Spektrum psychiatrischer und psychotherapeutischer Diagnostik und Therapie. Sie ist für Patientinnen und Patienten vorgesehen, die wegen Art, Schwere oder Dauer ihrer Erkrankung der Behandlung durch ein multiprofessionelles Team bedürfen – etwa bei Schizophrenien, affektiven Störungen, schweren Persönlichkeitsstörungen, Suchterkrankungen mit Komorbidität oder gerontopsychiatrischen Erkrankungen. Je nach individuellem Behandlungsplan stehen Ärztinnen und Ärzte, Psychologinnen und Psychologen, Ergo- und Physiotherapeutinnen und -therapeuten, Pflegepersonal sowie Sozialarbeiterinnen und -arbeiter zur Verfügung.

Angebote im Rahmen der PIA

Wir bieten die Diagnostik und Therapie bei kognitiven Störungen sowie Hilfe bei der Klärung sozialer Angelegenheiten an. Unser Angebot richtet sich an erwachsene Patientinnen und Patienten aller Altersgruppen, die durch eine Beeinträchtigung der primären kognitiven Leistung, insbesondere der Merkfähigkeit und des Gedächtnisses, gekennzeichnet sind.

Für jede Patientin und jeden Patienten, einschließlich Angehörigengespräch, sind drei Termine zur Diagnostik und Beratung geplant. Sollte eine medikamentöse Behandlung notwendig sein, erfolgt diese innerhalb der Psychiatrischen Institutsambulanz.

Ziel der gruppentherapeutischen Behandlung ist es, über die Kommunikation mit anderen eine Veränderung im Umgang mit sich und anderen Menschen herzustellen. Voraussetzung dafür ist, eigene Gefühle und Verhaltensmuster deutlicher wahrzunehmen und einen größeren inneren Spielraum für Spannungen und Enttäuschungen zu entwickeln. Auswahlkriterien für eine Gruppentherapie sind:

  • Motivation für die Behandlung
  • positive Erwartungen hinsichtlich des Nutzens der Therapie
  • vorhandener Leidensdruck
  • die Absicht, sich zu verändern
  • die Bereitschaft, regelmäßig und langfristig teilzunehmen

Vorbereitung: In einem Vorgespräch mit den Gruppenleiterinnen und -leitern werden die gruppentherapeutischen Absichten erläutert. Wer bereit ist, eine Gruppentherapie zu machen, wird gebeten, mindestens an den vier ersten aufeinanderfolgenden Sitzungen teilzunehmen, und eingeladen, eigene Belange und Erwartungen gegenüber der Gruppe auszudrücken.

Indikation: Angststörung, Depression, psychosomatische Störungen, Persönlichkeitsstörungen.

Zeit: 14-tägig immer mittwochs von 14:30 bis 15:30 Uhr (nach erfolgtem Vorgespräch)
Ort: Gruppenraum der Tagesklinik

Anmeldung: Sie erreichen Ihre Ansprechpartnerin, Kerstin Patz, telefonisch unter 03364 54 3157.

Sprechzeiten

Montag bis Freitag von 09:00 bis 15:00 Uhr oder nach telefonischer Terminabsprache.

Sie erreichen uns unter der Telefonnummer 03364 54 3157.

Zugang zu unserer Ambulanz

Mit Überweisung: Bringen Sie bitte den Überweisungsschein Ihrer Fach- oder Hausarztpraxis oder aus der Psychiatrischen/Psychotherapeutischen Klinik mit.

Auf eigenen Wunsch: Sie können sich auch ohne Überweisung direkt an uns wenden.

Anmeldung für alle Gruppen bei Kerstin Patz unter 03364 54 3157.

Laufgruppe

Leitung: Alin Stocklossa, Andrea Krippner-Dohnke

Zeit: Donnerstag von 13:00 bis 14:00 Uhr

Theatergruppe

Leitung: Melanie Ringe-Stein

Zeit: Dienstag von 14:00 bis 15:15 Uhr

Ergotherapie

Leitung: Ergotherapeutinnen & -therapeuten

Zeit: Dienstag, Mittwoch und Donnerstag von 13:00 bis 14:15 Uhr

Musiktherapie

Leitung: Madeleine Werner

Zeit: Montag und Dienstag von 14:00 bis 15:00 Uhr

Gruppe für Abhängigkeitserkrankte

Das Angebot richtet sich an Menschen mit Alkoholproblemen. Vorausgesetzt wird eine abgeschlossene Entgiftung, die Integration in den Beratungsprozess der Suchtberatungsstelle oder eine absolvierte Alkoholentwöhnungsbehandlung. Wünschenswert ist eine aktuelle Alkoholabstinenz. Die Gruppe bietet Unterstützung auf dem Weg zu einer zufriedenen Abstinenz: Die Teilnehmenden tauschen sich über die Höhen und Tiefen eines alkoholfreien Lebens aus und finden dabei eigene Wege.

Leitung: Sabine Dörr (Sozialdienst) und Andrea Kater (Ergotherapie)

Zeit: 14-tägig immer mittwochs von 16:00 bis 17:30 Uhr
Ort: Gruppentherapieraum Station PS3

Anmeldung: Sie erreichen Ihre Ansprechpartnerin, Kerstin Patz, telefonisch unter 03364 54 3157.